Die Angst, die Liebe und die Kunst

staatsakt. 08/2020



Während Corona-Leugner*innen und Rechtsaußen aus allen möglichen Bewegungen sich auf ihre Demonstration in Berlin am morgigen Tag vorbereiten – auf die sich die (sozialen) Medien sicher stürzen werden - versuchen wir für unsere aktuellen Veröffentlichungen schnell noch etwas Aufmerksamkeit zu gewinnen.

Friedemann Weise

Heute erscheint das neue Album von Friedemann Weise: Das Weise Album. Friedemann Weise?! Ist das nicht dieser Song-schreibende Comedian?! Dieser witzige Songschreiber?! Alles Ansichtssache. Für uns vor allem ein beherzter Künstler und großartiger Pressesprecher seiner selbst:





Der Song zur Album-VÖ trägt den Titel „Die Kunst“. Ein wuffziges Musik-Video findet sich hier:





Das Album erscheint als Vintage-CD mit Bonus-Track und in Digitalien (ohne Bonus). Erhältlich bei hanseplatte.



GOLF

Bereits letzte Woche erschien mit „Angst vor der Liebe“, die neue Single der Kölner Popband GOLF. Kund*innen, denen wir dieses Produkt mit Herz andrehen wollen, interessieren sich auch für Curtis Mayfield, die Talking Heads, International Music und Erobique. Interessieren sich nur für Männer?! Nein, ganz sicher auch für den Output von Toni Morrison, Minnie Riperton oder Jessica Hopper...





Girlwoman

Eine direkte Überleitung zu Girlwoman: Erst im Mai erschien ihre erste Single „Rote Riesen schlafen nicht“. Bevor im September die zweite Single erscheint, eine kleine Unplugged-Session als Urlaubsgruß an alle Fans und Unterstützer*Innen.





Ashraf Sharif Khan & Viktor Marek

Looking weiter forward: Ende August erscheint auf unserem outernational Sub-Label Fun in the church endlich das Debüt-Album von Ashraf Sharif Khan & Viktor Marek. Die Vorfreude auf die „Sufi Dub Brothers“ ist seit fast 10 Jahren sehr groß.




HHV verkauft eine limitierte Ausgabe im Silversurfer-Vinyl. Bitte hier entlang.
Wer farbiges Vinyl mag - in Zeiten massiver s/w-Denke.

Ab dem 10.08. herrscht bei uns wieder regulärer Betrieb – so weit wie möglich in diesen turbulenten Zeiten.
Peace.

Euer:
Staatsakt.

PS: Bitte Untertitel bei Friedemanns Video einschalten, um herauszufinden wie künstliche Intelligenz auf coole Musik reagiert.



© Copyright 2006 - 2020 staatsakt.

10 frische Staatsakt-Sommerferientipps!

staatsakt. 07/2020



  • ▶︎ Sich die neue Friedemann Weise Single als Videoclip reinziehen (sagten wir doch so in den Achtzigern!) und bei einer Roseweinschorle zurück an den WWF-Club mit dem Roboter Bruno denken:



  • ▶︎ Sich über Möbius-Schleifen Gedanken machen, ausgelöst durch das neue Stefanie Schrank Video:



  • ▶︎ Dem reaktivierten Staatsakt-Sublabel „Fun in the church“ auf allen Kanälen folgen, weil da in naher Zukunft einfach unfassbar viel tolle Musik erscheint, die niemand verpassen will: Ashraf Sharif Khan & Victor Marek, Training, Orphea, The Legendary Stardust Brothers, Ozan Ata Canani, TAU5 uvm...



  • ▶︎ Sich am kommenden Sonntag (oder danach in der Mediathek) dieses Kriminal-Hörspiel anhören.


  • ▶︎ Wegen Carsten „Erobique“ Meyer mal wieder einen Peanuts-Abend machen...



  • ▶︎ Neue Cleaners From Venus hören dann kaufen.


  • ▶︎ Chris Imler in seinem Country-Club besuchen:



  • ▶︎ Die unfassbar tolle Nichtseattle an ihrer Bariton-Gitarre bewundern:



  • ▶︎ Sich kenntnisreich mit dem „Imperiengeschäft“ auseinandersetzen:
    https://www.arte.tv/de/videos/097995-011-A/lecture-mit-berthold-seliger/?fbclid=IwAR1mCBbO82POTXl4eVbEDIdVeRy5hMST3sTc8txylfJzklyAySg3t_I2aF4


  • ▶︎ Youtuben mit den Shadoks:


Melden uns dann im August sommerfrisch auf diesem Kanal zurück
und wünschen euch allen - insofern gerade irgendwie und wo möglich - schöne Ferien!

Euer: Staatsakt.

© Copyright 2006 - 2020 staatsakt.

Riesig!

Zurück zum Puls der Zeit. Bereits vor drei Wochen erschienen ist Girlwoman mit ihrem Song Rote Riesen schlafen nicht, der im elektronischen Gewand von Schlaflosigkeit und Halluzinationen erzählt. Von weißen Pillen und roten Riesen. Noch kein Tonträger. Nur digital.

Es ist in diesen Zeiten als Newcomer*in unfassbar schwer Fuß zu fassen, also noch viel schwerer als sonst, weil ja schon die etablierten Künstler*Innen so unfassbar viel Aufmerksamkeit auf allen Kanälen zwischen Krisenbewältigung und Existenzbedrohung einnehmen. Umso mehr freut uns gerade das sehr gute Feedback von ersten Fans, Radio-Sendern bis zu den Streaming-Portalen für dieses erste Lebenszeichen.

Oder haben wir das am Ende nur geträumt!?

Heute sinkt für sie: die Mehrwertsteuer

Gestern saß ich jedenfalls hellwach mit einem Kaffee vor dem Rechner und habe zum Frühstück das „Konjunktur-Paket mit Wumms“ studiert. Die Senkung der Mehrwertsteuer um 3% ist natürlich ein Kaufanreiz in allen Lebens-Bereichen. Also auch in Auto-Häusern.

Trotzdem freuen auch wir uns über das klare Nein zu einer erneuten Abwrackprämie und werten das jetzt einfach mal als Signal der Hoffnung.

Wir freuen uns weiter über das bei uns am 31.07. erscheinende Weise Album von Friedemann Weise.

Er ist der beherzte Anarchist und Antifolker unter den musizierenden Comedians in dieser Sprache. Er ist ein Mensch, dem wir in Humorfragen des Lebens 100%ig vertrauen. Für Menschen, die etwa auch The Beatles auch für ihren Humor schätzen und lieben...

Gießt sich noch ein Tässchen French Press in die Rock am Ring Tasse,

Euer:
Staatsakt.

PS: Für meine am 02.06. verstorbene Schwiegermutter. Danke für alles! R.I.P.
The Wind Cries Mary...

© Copyright 2006 - 2020 staatsakt.

Kapital oder kapitulieren!

staatsakt. 06/2020

Berlin. Ein paar Tage vor Pfingsten. Ich sitze mit Nachbar*innen im Sicherheitsabstand vor dem Laden unseres lokalen Weindealers. Wir trinken Riesling. Neuer Jahrgang. Noch etwas spitz. Naja, ist ja auch noch sehr jung. Gibt ihm ein noch paar Monate. Noch ein Schlückchen?! Klar, gerne.
Ein Getränkelieferant parkt vor dem Laden. Ein Durstlöscher-Van.

Irgendwer aus der Gruppe sagt, es sei doch wirklich das letzte, sich von schlecht bezahlten Menschen, die sich ihren Rücken und die Knie kaputt machen dürfen, seine Bierkisten in den vierten Stock tragen zu lassen. Jemand erwidert, dass es als Student*in noch viel schlimmere Jobs gäbe. In Corona-Zeiten können viele ja überhaupt froh sein...Und klar, weiß Gott, nicht nur die Student*Innen...

Bestimmt haben sich alle Anwesenden in dieser Runde schon unzählig viele Artikel nach Hause in den vierten Stock liefern lassen. Von der Pizza über die Schallplatte bis zur Waschmaschine. Aber in solchen Runden gibt der Mensch sich gerne großmütig. Vor allem, wenn er seine Schäfchen im Trockenen weiß.

Der Durstlöscher-Arbeiter kommt mit drei leeren Kisten zurück, packt sie in den Van und fährt los zum nächsten durstigen Kunden in irgendeiner Altbauwohnung ohne Aufzug. Unser Weindealer macht uns noch eine Flasche auf.

The Soundtrack of our Krise

Wenn ich aktuell eine Band nennen sollte, die all unsere gelebten Haupt- wie Nebenwidersprüche in ihrer Musik spürbar macht, dann würde ich sofort Friends of Gas sagen.

Wie gut, dass sie zufälliger Weise heute ein neues Album herausbringen.
Kein Wetter, heißt ihr von Olaf O.P.A.L. produziertes Werk, das uns in 10 Songs alle möglichen Abstufungen von Grau im Noise- wie Krautrockgewand zeigt. Kein Wetter darf also durchaus als Soundtrack zur Krise bezeichnet werden.

Eigentlich würde ich ja viel lieber Krisen schreiben, also die Krise im Plural, weil ich mich nicht in irgendeine alles vereinfachende Verschwörung hineinsteigern möchte, aber im Zentrum aller gegenwärtigen Probleme steht für uns nun mal – extrem vereinfacht gesagt - der Neoliberalismus mit seiner Idee vom grenzenlosen Wachstum und den damit einhergehenden skrupellosen wie (Selbst-)ausbeuterischen Methoden.

Zugegeben, auch wir finden die Idee von unendlichen Weiten auf unserem Konto auch ziemlich verlockend, aber in Hinblick auf die zur Verfügung stehenden Ressourcen auf diesem Planeten ist ein unendliches Wachstum doch leider eine ziemliche Illusion.

Nicht nur Privatpersonen können über ihre Verhältnisse leben. Eine ganze Spezies kann das. Und lebt dies seit Jahrzehnten eindrucksvoll vor.

Klar, auch wir haben mitbekommen, das letzte Woche das erste bemannte Raumschiff seit langer Zeit in Richtung ISS-Station geflogen ist, aber es bleibt definitiv zu befürchten, dass eine Expansion der Menschheit ins All langsamer vonstatten gehen wird, als das uns hier ohne die längst überfälligen, grundlegende Paradigmenwechsel der Saft ausgehen wird.

Und wenn wir uns mitanschauen müssen, wie quasi zeitgleich zur SpaceX-Mission die USA aus der WHO austritt und was parallel auf den Straßen in den Städten los ist.... Sorry, aber wir können da gerade wirklich keinen echten Fortschritt sehen, auch wenn die Raumfahrt in den letzten Jahren tatsächlich eine erstaunliche Entwicklung macht.

Alles was wir und unsere sisters & brothers gerade von #blacklivesmatter (wer sich fragt wie man helfen kann, findet in diesem google doc Antworten) bis #fridaysforfuture beschäftigt, ist eine große Sorge um die Zukunft unserer Kinder auf diesem Planeten. Angst vor dem (Post-)Faschismus inklusive.

Nun, ein Rock-Album kann diese Welt gerade leider nicht retten, aber es kann vielen Menschen zumindest das Gefühl geben, nicht allein damit zu sein, diesen ganzen Wahnsinn aushalten zu müssen. Gerade wenn es die Aufnahmen einer Band sind, die bekanntlich aus vielen verschiedenen Individuen besteht.
Kein Wetter von Friends Of Gas sei darum unsere unbedingte Kaufempfehlung des Monats.
Also alle die uns, ihren lokalen Plattendealer, unseren Vertrieb und natürlich diese großartige Band unterstützen möchte, bekommen im Tausch gegen Geld ein großartiges Album. Wenn es sein muss bis in den vierten Stock nach Hause geliefert.

Für alle Skeptiker ein neues Video zum Stück Blaiberg. Ein Song über die erfolgreiche Herztransplantation am Patienten Philip Blaiberg im Januar 1968. Und den literarischen Umgang damit im Buch Blaiberg oh Blaiberg von Walter Aue:

Riesig!

Zurück zum Puls der Zeit. Bereits vor drei Wochen erschienen ist Girlwoman mit ihrem Song Rote Riesen schlafen nicht, der im elektronischen Gewand von Schlaflosigkeit und Halluzinationen erzählt. Von weißen Pillen und roten Riesen. Noch kein Tonträger. Nur digital.

Es ist in diesen Zeiten als Newcomer*in unfassbar schwer Fuß zu fassen, also noch viel schwerer als sonst, weil ja schon die etablierten Künstler*Innen so unfassbar viel Aufmerksamkeit auf allen Kanälen zwischen Krisenbewältigung und Existenzbedrohung einnehmen. Umso mehr freut uns gerade das sehr gute Feedback von ersten Fans, Radio-Sendern bis zu den Streaming-Portalen für dieses erste Lebenszeichen.

Oder haben wir das am Ende nur geträumt!?

Heute sinkt für sie: die Mehrwertsteuer

Gestern saß ich jedenfalls hellwach mit einem Kaffee vor dem Rechner und habe zum Frühstück das „Konjunktur-Paket mit Wumms“ studiert. Die Senkung der Mehrwertsteuer um 3% ist natürlich ein Kaufanreiz in allen Lebens-Bereichen. Also auch in Auto-Häusern.

Trotzdem freuen auch wir uns über das klare Nein zu einer erneuten Abwrackprämie und werten das jetzt einfach mal als Signal der Hoffnung.

Wir freuen uns weiter über das bei uns am 31.07. erscheinende Weise Album von Friedemann Weise.

Er ist der beherzte Anarchist und Antifolker unter den musizierenden Comedians in dieser Sprache. Er ist ein Mensch, dem wir in Humorfragen des Lebens 100%ig vertrauen. Für Menschen, die etwa auch The Beatles auch für ihren Humor schätzen und lieben...

Gießt sich noch ein Tässchen French Press in die Rock am Ring Tasse,

Euer:
Staatsakt.

PS: Für meine am 02.06. verstorbene Schwiegermutter. Danke für alles! R.I.P.
The Wind Cries Mary...

© Copyright 2006 - 2020 staatsakt.

Homeofficing is not killing musique

staatsakt. 05/2020

Wirklich erstaunlich, wie schnell die Zeit gerade dahin fließt. Ich wollte diesen Text schon seit mehr als einer Woche schreiben, aber es ist wirklich immer wieder irgendetwas dazwischen gekommen. Kein Wunder, dass die Bauern auf dem Lande so früh aufstehen müssen. Aber wir schlafen nun mal gerne lang.

Wenn alle Lebensbereiche ineinander übergehen, braucht es definitiv mehr als 8 Stunden Zeit, um die tägliche Arbeit zu erledigen. Willkommen auf dem digitalen Bauernhof. Dabei versorgen wir uns ja noch nicht einmal selbst. Gerade mal ein paar Himbeeren auf dem Balkon...
Aktuell aber der Zeitfresser Nummer eins: Das Telefon. Jedes Telefonat wird zum ausführlichen Austausch von Befindlichkeiten. Menschlich.

Einfach gut zu wissen, nicht allein zu sein. Mit welchem Problem oder welcher Angst auch immer.
Aber sofort sind die Gedanken auch bei den Menschen, die gerade allein und komplett auf sich gestellt sind. Und eben niemanden zum Reden haben.
Und bei den Spinnern und Verschwörungstheoretikern, die offenbar gerade Hochkonjunktur haben und die einsamen Seelen mit ihren Wahnsinn einsammeln.
Naja, nicht nur einsame Menschen, auch unter den geselligeren Exemplaren werden die Demagogen fündig.

Nun gibt es in Deutschland die neue Partei Widerstand 2020, die angeblich jetzt schon mehr Parteimitglieder hat als die AfD.

Wir dürfen uns jetzt schon freuen auf deren Agitationen auf Twitter und deren Parteifeste mit Xavier Naidoo und Eva Hermann am Mikrophon. Vielleicht kann Sasha ja dort wieder mit Xavier im Duett performen.
Dann ist alles wieder so schön scheiße, wie beim Echo damals.


Hier im Hause Staatsakt wird trotz aller Umstände im Homeofficing an den kommenden Veröffentlichungen gearbeitet.

Erst gestern die Abrechnung über die Tonträgerverkäufe des letzten Monats bekommen. Eine Zahl, die wir nächsten Monat so auf keinen Fall nochmal lesen möchten. Aber was sind unsere Sorgen gegen die von den Kolleg*innen aus den Booking-Zellen im Musikgeschäft, die gerade Tour um Tour verschieben müssen. In ständiger Ungewissheit - allein was den kommenden Herbst angeht.

Coole Überleitung 1

Auch die FRIENDS OF GAS aus München wissen zur Zeit noch nicht, ob ihre Tour im Herbst tatsächlich stattfinden wird. Ihr von Olaf O.P.A.L. produziertes Album Kein Wetter erscheint am 05.06. und es wäre ganz sicher auch ohne diese Krise eines der wichtigsten Platten des Jahres geworden. Bzw.: Sie wird es noch werden.

Schließlich gab es auch schon vor Covid-19 ein paar Krisen auszuhalten, und wer weiß, ob und wie einige vorausgegangene Krisen unmittelbar mit dieser erdumspannenden großen Superkrise zusammenhängen. Steckt ja voller Kausalitäten, so ein Leben.

Manch einer macht allein aus dem Flash heraus eine Partei auf...Im aktuellen Video zur neuen Single Graue Luft bekommen wir die hässlichsten Ecken der deutschen Wohnkultur zu sehen. Eine faszinierende Welt, die kein Instagram-Filter schöner machen könnte.

Und die Zwote

Kein Wunder, dass Menschen in solchen Räumen ihren Kindern ein Barbie-Haus bei eBay zum Entkommen kaufen.
Zwanie Jonson, der Hal Willner (https://www.youtube.com/watch?v=KedyKtqsRtk) von der Waterkant, weiß einen schönen Popsong davon zu singen.

Natürlich geht es in Zwanie’s Song in Wirklichkeit um eine Liebesaffäre, aber die Überleitung hat einfach zu gut funktioniert.

So wie diese hier: Zwanie Jonson wurde ja nicht nur bekannt als Live- und Studiomusiker vom YoMama-Label bis Erobique und Jacques Palminger’s Yvon, sondern vor allem auch als festes Mitglied der Hamburger Band Veranda Music.
Zwanie stieg irgendwann aus, aber Veranda Music um den Musiker und Übersetzter Nicolai von Schweer-Schreiner gibt es immer noch.
Seit ein Paar Jahren ist auch der Musiker Felix Huber fester Teil der Band. Felix war zuvor Musiker der zweiten Besetzung von Die Erde gewesen, jener legendären, sagenumworbenen Hamburger Band, um den viel zu früh verstorbenen Sänger Tobias Gruben. Eigentlich sollte aktuell in den Kinos der Dokumentationsfilm Die Liebe frisst das Leben laufen, in dem auch Felix zu Wort kommt. Aber wir alle kennen die Umstände. Zu kaufen und zu leihen gibt es den Film nun dort, wo aktuell auch die Re-Publica20 stattfindet.
Einen Soundtrack mit Isolation Berlin-Beteiligung gibt es auch.

Worauf wir aber eigentlich hinauswollten, ist eine Coverversion eines Die-Erde-Songs aus dem Hause Veranda Music, der nun bei uns erschienen ist. Ein Vorbote auf das erste deutschsprachige Veranda Music Album in deutscher Sprache.

V

Bereits am 24.04. erschien mit DIVEN das dritte Hans Unstern Album, und beim Betrachten des neuen Videos könnte man den Eindruck gewinnen, Unstern mache sich über all die Streaming-Angebote lustig. Tut er aber nicht.Ganz im Gegenteil. In Bälde gibt es in Co-Operation mit dem Hebbel-Am-Ufer ein komplettes DIVEN-Konzert auf allen Streaming-Kanälen. Aber erstmal hierhin schauen:

Ab hier ab 6

Wer übrigens gerade auf der Suche nach gutem, neuen Streaming-Material für seine Kinder ab 6 Jahre aufwärts bis ins Teenageralter, und dann wieder ab twentysomething ist, dem sei an dieser Stelle unbedingt das Hörspiel Julius und der Melog von Gabriele Summen empfohlen. Eine Geschichte über die Angst und darüber, wieder Mut zu finden.
Reverend Dabeler spricht den Melog, die ehemalige Staatsakt-Praktikantin Anna Katz führt durch die Geschichte, Francoise Cactus hat einen kleinen Gastauftritt und Ramin Bijan hat es mitproduziert. Und ach, das Cover ist auch noch von Stefanie Schrank.
Also ein echter Staatsakt, der da gerade beim Maritim-Hörspielverlag erschienen ist:
https://der-melog.de

So, muss jetzt der Tochter bei den Geographie-Hausaufgaben helfen.
Wer auf eine schmissige Schlusspointe wartet, der tanzt jetzt einfach wieder die soziale Distanz.

Euer: Staatsakt.

© Copyright 2006 - 2020 staatsakt.

Oster

staatsakt. 04/2020

Was für ein Plot: Gottes Sohn wird in einer Patchwork-Familie auf Planet Erde groß, bringt früh das ganze Establishment gegen sich auf, scharrt eine immer größere Fangemeinde um sich herum und wird schließlich wegen Volksverhetzung verurteilt und gekreuzigt.

Wenige Tage später steht er von den Toten auf und verschwindet in Space, was ja bekanntlich für alle the place ist.

Weil er mit seinem Tode am Kreuze aber glich das ganze Leid und all die Lügen der Menschheit auf sich genommen hat, ist uns allein durch den Glauben an diese großartige Geschichte, also genau in dem Moment, als Hans Unstern plötzlich dieser Geist erschienen ist, der zu ihm sprach: „Hans, Du sollst drei Jahre lang keine Musik mehr machen. Zuerst sollst Du sollst eine Harfe bauen!“ Hans Unstern machte sich schlau, zog los in die Baumärkte und baute schließlich eine Harfe. Nur sein treuer Freund Simon wusste von seinem wohlmöglich göttlichen Auftrag und half ihm bei der himmlischen Auftragsarbeit. Drei Jahre lang bauten und bauten sie. Als die Harfe endlich fertig war, warteten sie sieben Nächte auf den Geist. Der Geist erschien schließlich, offenbar nur so mäßig gut gelaunt, sah aber das die Harfe gut war und sprach: „Nun sollst Du 4 Jahre lang Lieder auf der Harfe komponieren. Aber jedes Jahr bitte nur 2 Lieder! Länger darf ein Album heutzutage nicht mehr sein!“

Hans fiel es schwer die guten von den weniger guten Songs zu unterscheiden, aber es gelang ihm schließlich mit Simons Hilfe sein Album zu vollenden und er schickte die fertigen Songs an eine Mailadresse, die ihnen inzwischen per PN übermittelt wurde.

Es kam aber nur ein Autoresponder mit einem einzigen Wort zurück: „Out Of Office!“. Aber das sind doch drei Worte!? Ja, genau: Drei! So wie die heilige Dreifaltigkeit, wie die drei Chinesen mit dem Kontrabass, oder die drei Sängerinnen von Bananarama, um hier irgendwie wieder zurück in die Spur der christlichen Mythologie im Popwonderland zu kommen.

V

Hans Unstern jedenfalls beschloss sein Album auch ohne weitere Anweisungen zu veröffentlichen und nannte es DIVEN, denn das Verhalten von Göttern und Geistern darf ja durchaus als Diven-haft bezeichnet werden.

Hier kommt nun die erste Single-Auskopplung mit einem Video, in dem wir Hans Unstern und Simon Bauer stolz Ihr Exponat präsentieren sehen: Die V-Harfe.

Benannt nicht etwa nach einem Virus, sondern nach dem V in Diven:

Von der Mystik zurück auf den Markt, ja der mit den Moneten: Bitte kauft dieses Album! Unterstützt den kleinen Plattenladen um die Ecke oder bestellt sie in einem Mailorder-Versand Eurer Wahl:

https://lnk.to/HansUnstern_Diven

Die Vinyl-Schallplatte wird garantiert pünktlich zum Veröffentlichungsdatum (24.04.) bei Euch zu Hause eintrudeln. Die sieben Jahre Arbeit an DIVEN sollen bitte nicht für die Katz gewesen sein!
Zum Thema Vinyl, aber selbstverständlich auch CD, DVD, MC, Laserdisc und 8-Track: bitte #LoveRecordStores! Auch Katzen lieben es!

Überhaupt süß, wie gerade in allen möglichen Umsonst-Streaming-Aktionen besonders hervorgehoben wird, dass die Künstler*innen davon allein ja gar nicht leben können. Ja, richtig. Das war auch schon lange vor den Corona-Ferien so. Nur sind alle irgendwann müde geworden, ständig darauf hinzuweisen. Oder glaubt irgendwer, dass eine Band sich etwas davon kaufen kann, wenn wir uns ihr YouTube-Video anschauen?!

Wenn Künstler*innen bald bei Spotify über ihr Artist-Profil auf eine Funding-Plattform verlinken dürfen, dann wäre unser Rat: Lasst diese Funktion doch bitte auch nach der hoffentlich irgendwann überstandenen Pandemie einfach online. Geld kann man immer gebrauchen.

Diese Idee finden sicher auch die Musikmanager von Beatsteaks bis Toten Hosen begrüßen, die ja in letzter Zeit immer wieder geschlossen mit aus ihrer Perspektive merkwürdigen Forderungen an die Öffentlichkeit treten. Aber auf eine Deutschquote im Radio wegen Covid-19 muss man auch erst einmal kommen.

Best Case Szenario

Ansonsten interessant, dass die Statistik zur Sprache der Gegenwart geworden ist. Exponential-Rechnung inklusive.

Der Kölner Anti-Folk-Comedian Friedemann Weise bringt in seinem aktuellen Song ganz gut auf den Punkt, was uns gerade in allen Rechenmodellen fehlt, nämlich das Vorrechnen eines Best Case Szenarios! Daran traut sich tatsächlich kein Berater oder Politiker heran, weil es einfach am unwahrscheinlichsten ist.
Aber aus Popsicht, und an dieser Stelle darf man sicher auch für alle Götter und Göttinnen sprechen, ist doch gerade das Eintreten eines solchen Falls elementarer Bestandteil einer jeder großen Geschichte.

Nun, bei Friedemann Weise sieht das zwar alles eher nach selbstgemachter Marmelade als nach Marvel aus, aber trotzdem kommt der Spirit hier sehr gut rüber:

Wir wünschen Euch allen ein Best-Case-Szenario-Online-Ostern und hoffen auf ein baldiges Wiedersehen!

Euer: Staatsakt.

PS: Einfach mal eine Performance der Gruppe GONG aus dem Jahre 1973 anschauen:

PPS: Und da ihr so nett durch uns gescrollt seid, mit Gong Hits und allem... rufts jetzt aus dem Schrank: Dude what the Fuck is eigentlich los? Explizit und auf Spotify. Klickt den Link ruhig an... die letzten Sätze dieses Newsletters könnt ihr einfach peripher (jahaa, es gibt sie noch, die Worte mit „ph“) visuell und asynchron einwirken lassen: Frau Schrank und ihre Kumpeline und Kumpel von #LaSchrank planen übrigens, wie alle anderen Staatsacts, ausgefallene Konzerte alsbald möglich nachzuholen. Ich hoffe, ihr wisst dieses Wortspiel zu schätzen.

© Copyright 2006 - 2020 staatsakt.

Mit Seide auf die Felder

staatsakt. 04/2020

Die dritte Woche Home-Office. Oder ist es bereits die vierte?! Längst den Überblick verloren. Faktisch vergeht die Zeit gerade wie im Fluge. Und alle Lebensbereiche sind rhizomartig in- und miteinander verflochten, so wie die Informationen im Internet:

Ja, was wollte ich nochmal in der Küche?! Ein Facebook-Posting formulieren oder war ich auf dem Weg zum Käse im Kühlschrank?!
Das Wohnzimmer ist jedenfalls wegen des Online-Yogas besetzt von der Gattin.
Ommmmmmm....

Die Gefahr sich in den Socials gerade in irgendeinem Thread zwischen Mundschutzdebatte und Herdenimmunitätsfragen zu verheddern, ist jedenfalls sehr hoch. Und zack sind schon wieder 40 Minuten rum.

Wie gut, dass inzwischen die Sommerzeit eingetroffen ist. Naja, was heißt eingetroffen.

Eingestellt, umgestellt... Jedenfalls ist es abends länger hell.
Und wie läuft es so als Indie-Label in diesen Zeiten?!
„Gestreamt wird immer!“, lautet da gerade meine Standart-Antwort als sturer Westfale.

Amazon kauft zwar gerade keine Tonträger mehr ein, aber die kleinen Mailorder und Plattenläden schlagen sich wacker! Teilweise wird die Ware von Haustüre zu Haustüre persönlich von den Plattendealern per Fahrrad geliefert.
Und die Sofort-Hilfen der IBB in Berlin liefen - zumindest für unsere Leute im Segment der Freiberufler - erstaunlich unbürokratisch und schnell. Schauen wir, wie lange das Geld reicht...

Wir haben jedenfalls beschlossen, die Album-VÖs von Hans Unstern (Diven) und den Friends Of Gas (Kein Wetter) trotz Tour-Verschiebungen wie geplant durchzuziehen. Naja, was heißt schon groß durchziehen. Die Alben sind ja längst fertig. Und aktueller denn je! Eine kleine Kostprobe gefällig?!

Alle Wetter? Keine Wetter!

Ab geht’s auf die deutschen Spargel- und Erdbeerfelder mit Heimgebliebenen Erntehelfer*innen und den großartigen Friends Of Gas:

Ihr Album Kein Wetter erscheint am 05.06. und wäre auch ohne diese Krise - also wegen der ganzen anderen großen und kleinen Krisen lange vor COVID-19 - ein Anwärter auf das Album des Jahres 2020. Produziert hat es Olaf O.P.A.L.

Seider noch mit mir?

Weiter geht’s mit einem goodie von Kenneth Anger aus dem Jahre 1949.

Markus S. Fiedler hat dieses Videomaterial zusammen mit einem Song von unseren liebsten Ludwigslust-Romantics Die Kerzen gemashupt: Mit Seide. Jetzt ist sie endlich online, diese wundersame Quarantäne-Modenschau mit anschließendem Hundespaziergang:

Ehre, Mann!

Die Gruppe Isolation Berlin hatte wenige Wochen zuvor die „Ehre“ (wie schon oben geschrieben, habe komplett den Zeitüberblick verloren...), eine der ersten Corona-Sessions für den Berliner Radiosender RadioEins aufzunehmen.

Im Zimmer von Yannick Riemer, der zusammen mit Tobi Bamborschke in einer WG ungefähr 50 Meter von hier (also von hier wo ich gerade schreibe) entfernt wohnt...

Der Song ist ab heute auch auf allen Streaming-Portalen zu hören.
Wie schon gesagt: gestreamt wird immer!

Naturlich trüb!

Bereits seit dem 06.03. auf allen Portalen ist der Song Naturtrüb von der Gruppe OIL zu hören, den ich zusammen mit Gereon Klug, Reverend Dabeler und Timor „Mosh“ Cirak vor ein paar Jahren in einer alten Försterhütte in Schleswig-Holstein geschrieben habe. Timo Schierhorn (Auge Altona) hat nun ein großartiges Video dazu produziert:

Wir melden uns noch vor Ostern zurück mit Neuigkeiten aus dem Hause Unstern und wünschen Euch und Euren Freunden und Familien in den nächsten Tagen vor allem ein gutes Immunsystem.

Euer:
Maurice Summen für Staatsakt am 03.04.2020.

PS: Hier ein Link zur UNO-Kunstlotterie HEART.

PPS: Und eine Liste von diversen Spendenaktionen mit Schwerpunkt auf den Berliner Kulturraum, zusammengestellt von Ran Huber (AmSTARt)

PPPS: Und wer Teil eines weltweiten Super-Rechners sein möchte, der SARS-CoV-2, beziehungsweise COVID-19 bekämpft, kann mitmachen! Das Prinzip ist das Gleiche wie bei SETI@home, dass Ende März nach 21 Jahren leider beendet wurde.
Mitmachen ist easy. Hier: folding@home

Wer weiß... vielleicht findet gerade DEIN Rechner einen entscheidenden Hinweis auf ein Gegenmittel. Aber: no pressure.

© Copyright 2006 - 2020 staatsakt.

Känguru und Quarantäne!

staatsakt. 03/2020

Das letzte Mal, dass wir im Hause staatsakt etwas mit Quarantäne im weitesten Sinne zu tun hatten, war als Bonaparte zum Album Sorry, We're Open die erste Single Quarantine veröffentlichte.
Es gab eine Videoproduktion die ziemlich stressig verlief, weil alle Beteiligten die ganze Zeit Bilder vom Mississippi im Kopf hatten. Die Bilder sahen – wie kann es auch anders sein wenn man draußen in Berlin dreht - immer nur nach Spree aus (Die Freaks aus der CGI-Abteilung waren damals noch nicht so weit!).

Sehr schön verlief auch die Premiere des Videos. Damals gab es noch TAPE.TV, und die Premiere war mit eben diesem ITV-Musik-Portal eingetütet. Um Punkt 12 am 03.08.2012.
Wir saßen mit kompletter Crew um einen Monitor versammelt. Champagner und Salzstangen. Doch erstmal lief ein Werbeclip. Und zwar für die Bundeswehr...

Nun, wir müssen zugeben, auch wir haben den Covid-19-Virus massiv unterschätzt. Also das, was sich gerade z.B. in Italien ereignet, hätten wir so schnell auch nicht für möglich gehalten. Obwohl wir selbstverständlich auch die Bilder aus China kannten. Vermutlich haben wir aus dummer, westlicher Arroganz heraus alles unterschätzt!

Darum jetzt aber auf Jens Spahn & Co. rumzuhacken, nur weil wir selbst die Gefahr zu spät erkannt haben, ist natürlich komplett falsch.

Klar, hätte er empfehlen können, vielleicht sogar müssen, den Karneval in Köln abzublasen. Aber wenn wir uns gerade im unmittelbaren Umfeld umschauen erleben wir mit, wie schwer sich befreundete Künstler*innen aus existenziellen Gründen damit tun, ihre Tourdaten abzusagen...

Als Musiklabel sind wir ja erstmal weniger betroffen. Ja, denkt man so! Die Leute werden ja zuhause Musik konsumieren, wenn man sie zum Daheimbleiben zwingt. Stimmt schon. Aber wenn der Livemarkt tatsächlich komplett zusammenbrechen sollte, werden auch wir irgendwann stark davon betroffen sein. Denn alle Veröffentlichungspläne von Künstler*innen sind ja heute eng mit dem Livegeschäft verknüpft. Außerdem verkaufen Bands auf Tour jede Menge Platten!

Naturtrüb

Das erste Produkt was wir heute für Euer Home-Entertainment anpreisen wollen, ist tatsächlich gar nicht bei Staatsakt erschienen, sondern bei ZickZack, dem legendären Label von Alfred Hilsberg. ZickZack feiert dieses Jahr seinen 40. Geburtstag.

Gereon Klug, Reverend Dabeler, Mosh und Maurice Summen haben sich aus privaten und künstlerischen Gründen als Die Gruppe OIL zusammengetan und ein äußerst radikales Postpunk-Album aufgenommen: Naturtrüb. Dazu gibt es den gleichnamigen Roman beim Verbrecher-Verlag. Hörens- wie lesenswert!

Neue Lunge

Weiter geht es mit einer Single, die schon vor ein paar Wochen erschienen ist, aber man kommt ja gerade zu nix: Neue Lunge von Der Assistent. Sehr schöner Pop zwischen Palmingers Dubrock und den von Tommi Eckart produzierten Dorau-Scheiben. Oder irgendeinem Andrew Weatherall Electro-Dub, sagen wir Sabres Of Paradise.

An dieser Stelle: R.I.P. Mr. Weatherall!

Igel, bitte übernehmen Sie!

Unter der Stadt (unter der Stadt (unter der Stadt))

Es bleibt mellow auf diesem Kanal: Stefanie Schrank of Locas-in-Love-Fame war im letzten Jahr zusammen mit Anja und Jan von dualmono unterwegs. In ihrem Club unter der Stadt (unter der Stadt (unter der Stadt)) läuft sicher britische Libary-Music, Broadcast, Laurie Spiegel und die Silver Apples. Wir hoffen jedenfalls sehr, dass Stefanie Schrank zusammen mit den beiden noch ein paar Livedaten in diesem Jahr absolvieren wird.

Kling to the 'ru

Von Club unter der Stadt unter der Stadt ins Kino in der Stadt: Die Känguru-Chroniken von Marc-Uwe Kling führen die Kinocharts in Deutschland an. Der Soundtrack von Niki Reiser mit Songs von der Arbeitsgruppe Zukunft, dem Känguru, der Meute und David Hasselhoff erscheint heute bei uns. Ein prima Ostergeschenk für den Känguru-Fan, der schon alles hat!
Und den der sich noch ins Kino traut...

Bleibt gesund! (Als würde das auf Befehl funktionieren, naja, was will man von einer Grußformel erwarten...Ihr wisst schon wie es gemeint es...)

Euer:
Staatsakt.

© Copyright 2006 - 2020 staatsakt.

Thüringen überall!

staatsakt. 02/2020

2020 goes on and on und erst heute kommt unser erster Newsletter im neuen Jahr.

Nun, es ist nicht so, als hätten wir die ganze Zeit über tatenlos zugesehen. Wir haben durchaus „etwas“ gemacht. Ja, wir haben sie auch alle kommen und gehen sehen.
Aber Hand aufs Herz: Habt Ihr uns wirklich vermisst?! Kann sich in diesen Zeiten und Breiten- und Längengeraden noch irgendwer über ein Zuwenig von Information und Infotainment beklagen?!

Der Zeitgeist spielt uns in dieser Woche jedenfalls gut in die Karten. Ein guter Moment um mal wieder „Hallo!“ zu sagen. Denn heute erscheint endlich Der Rest vom Licht von Jakob Dobers.

Dobers ist dabei tatsächlich so etwas wie unser Newcomer des Jahres - mit seinen zärtlichen 50 Jahren. Wobei, wir hatten ja vor vier Wochen bereits die neue Single von DC Schneider durch die Glasfaserkabel gejagt:

GAU

Nun, Ich würde jetzt gerne überleitend über Gauland schreiben, über AKK und die CDU, über Thüringen, über Hertha-BSC und Jürgen Klinsmann, über die Schwester von Greta Thunberg oder über Jens Spahn - den wohlmöglich ersten homosexuellen Kanzlerkandidaten der CDU.
Ich könnte über Bernie Sanders schreiben und seine Chancen im Wahlkampf gegen Trump. Wenn es denn so weit kommt. Ich könnte Konzerte empfehlen, zu Streaming-Plattformen verlinken oder die Daten meiner Health-App auswerten. Aber das mache ich nicht.

Ich entspanne mich jetzt und höre Der Rest vom Licht von Jakob Dobers.
Eine musikalische Lichtblick-Sammlung für alle Mutantenstadt-Bewohner*Innen:

Light years away from home:
Euer: Staatsakt.

PS: Große Vorfreude auf DIVEN!
PPS: Sehen uns am Abend in der Berghain-Kantine auf der Dobers-Releaseshow.

staatsakt

    Neue Veröffentlichungen

      Künstler