Schlager

staatsakt. 02/2019

So ein schönes Wort. Steckt „schlagen“ drin. Und zack, schlägt das deutsche Herz auch schon höher!

Und wie schön der Schlager erst in der Kasse klingelt: Ein Kassenschlager.
Wir im Hause Staatsakt hatten tatsächlich schon immer ein großes Faible für Schlager.

Aber nicht wie die Funpunks in den 80er Jahren aus Protest gegen den lustlosen wie frustrierenden Streetpunk, sondern als echte Schlagerfreunde.

Neben Krautrock ist Schlager der einzige ernstzunehmende deutsche Musik-Beitrag zum Pop: Die Utopie von einer großen, alles umarmenden Melodie in (meist) C-Dur.
Und da müssen wir auch mal ehrlich zu uns selbst sein: Wäre Helene Fischer nicht bei Universal Music unter Vertrag, sie könnte sich so eine Kulturklitsche wie Staatsakt doch gar nicht leisten. Also als Vertriebsthema, wie man in Vertreterdeutsch zu sagen pflegt.

Heute wollen wir Euch pünktlich zur Karnevalszeit drei absolute Premium-Top-Schlager vorstellen:

Startnummer 1:
Friedemann WeiseIn der Kantine (gibt es heute Currywurst)

Das war überfällig! Friedemann Weise möchte mit seinem Song endlich die deutsche Wursttrilogie abschließen. Nach Grönemeyers Currywurst und Stephan Remmlers Alles hat ein Ende (nur die Wurst hat zwei) nun also endlich der dritte und vermutlich letzte Teil: In der Kantine (gibt es heute Currywurst). Statistisch gesehen freuen sich die deutschen Kantinengänger*innen nämlich am meisten über Currywurst auf dem Speiseplan. Das haben Umfragen so ergeben. Dass wir Albrecht Schrader im Video im Chor auftauchen sehen ist kein Zufall, sondern ein Qualitätsschlagermerkmal erster Güte:

Startnummer 2:
DagobertUns gehört die Vergangenheit

Seit Christian Anders ist der deutsche Schlager nicht mehr so tief und berührend gewesen. Wobei Dagobert zwar auch ein Psychedeliker der feinsten Sorte ist, aber im Gegensatz zu Herrn Anders einen messerscharfen Verstand besitzt. Dagobert kommendes Album Welt Ohne Zeit (VÖ: 01.03.) ist überdies ein epischer Pop-Entwurf, der im Schlager-La-La-Land sofort als der falsche 50er entlarvt wird. Hier singt schließlich ein Fürst der Dunkelheit.
Aber für unseren erweiterten Schlagerbegriff ist das überhaupt kein Problem.
Ganz im Gegenteil. Ein Schlager of diversity!

Startnummer 3:
Arbeitsgruppe ZukunftOben

Diesen Song hatte die AGZ tatsächlich schon zwei Jahre vor Böhmermanns Menschen, Leben, Tanzen geschrieben. Und sie wollten den Schlagerpop-Tune schon in den Mülleimer der Geschichte draggen and droppen. Aber der Plattenfirmenchef aus dem Hause Staatsakt konnte die gerade stark von einer Grippe geplagten Arbeitsgruppe Zukunft davon überzeugen, Oben mit auf ihr Nummer-Eins-Album Das nächste große Ding zu packen. Wir wünschen der Welt gute Besserung von hier oben...

Startnummer 4:
Die KerzenBaby Motoride

Die Kerzen aus Ludwigslust tauchen in diesem Newsletter hauptsächlich deshalb auf, weil sie am Samstag im Monarch in Berlin auftreten und sich das vollständige Büro schon seit Wochen darauf freut. (Kann sich ein Büro auf etwas freuen?! Aber ja... Auf Die Kerzen schon...)

Und sonst?! Özil im Arsch?!
Gibt es bald eine europäische Kinderpartei?!
Und Rocko Schamoni hat zu seinem neuen Roman Große Freiheit ernsthaft Kondome als Merch-Artikel auf den Markt geworfen?!

Und wer bitteschön schreibt Andrea Nahles endlich einen großen Stimmungsschlager?!

Euer:
Staatsakt.

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Exoterik oder das nächste große Ding

staatsakt. 02/2019

Ohne Die Türen kein Staatsakt. Ohne die Türen keinen Staatsakt-Newsletter. Ohne die Türen keine Exoterik. Ohne die Türen kommst du einfach nicht rein! Zumindest im Pop. Bereits letzte Woche Freitag erschien das jetzt schon legendäre Dreifachalbum Exoterik als Vinyl im Schallplattenfachhandel. Selten haben wir im Hause Staatsakt übrigens so viele Mails bekommen, warum es denn keine CD gibt?! Hat Kollege Göres die ganze Zeit über gesagt: Macht CDs. Aber auf ihn hört ja keiner...

Heute gehen Die Türen endlich wieder auf Tour! Mit Ramin Bijan, Gunther Osburg, Chris Imler, Andreas Spechtl und Maurice Summen:

01.02.19 Hamburg, Molotow
02.02.19 Münster, Gleis 22
03.02.19 Hannover, Chez Heinz
04.02.19 Köln, Bumann & Sohn
05.02.19 Karlsruhe, Kohi
06.02.19 München, Kammerspiele
07.02.19 Nürnberg, Club Stereo
08.02.19 Dresden, Scheune
09.02.19 Berlin, Festsaal Kreuzberg

Markus S. Fiedler, verantwortlich für all das spitzenmäßige Exoterik-Artwork und Videos ist auch mit von der Partie. Hier sein neuestes Werk: Exoterik, Teil 1 & 2.

Selten hat man Die Türen so „gut drauf“ gesehen.

Das Gegenteil von Depp

Während der Labelchef also mit seiner Band die Lande in der Angelegenheit Pop & Psychedelik bereist, bringt sein Label, also dieser Text, das Studio-Debüt-Album der Arbeitsgruppe Zukunft heraus: Das nächste große Ding.

Die AGZ will damit in die Charts der Gegenwart, wird aber bereits von Stimmen aus der eigenen Vergangenheit kritisiert! Klar: Früher wollten Menschen mit coolem Wissen auf gar keinen Fall in den Charts. Da waren Guns & Roses und U2. Peter Maffay und PUR.

Wir wollten im Underground etwas gelten! Auf Labels wie SST, Warp, Ralph-Records oder Studio One. Zwischen Ata-Tak, Zick-Zack, Trikont, Lado, Buback, Wasted Vinyl und Kitty Yo.

Aber gut, heutzutage kann wirklich jeder Depp in die Charts. Haben wir mit Andreas Dorau vor zwei Jahren eindrucksvoll bewiesen. Nicht das Andreas Dorau ein Depp wäre, ganz im Gegenteil, aber das Charts-Prinzip ist einfach komplett bescheuert.


Die einzigen, die wirklich von den Charts profitieren, sind die Amazon-Konten, weil die Labels und Bands ihre Fans alle brav dorthin schicken zum artigen Vorbestellen. Damit sie auch von der GfK für die Charts gezählt werden.
Der Pop der Erbsenzähler.

Nichtsdestotrotzdem wollen wir die Arbeitsgruppe Zukunft natürlich in den Charts sehen! Ganz weit oben! Die Vorstellung in einer Woche Das nächste große Ding darin zu lesen: Toll!

Das mag überaffirmativer Quatsch sein, aber wir sind fest davon überzeugt, dass es immer wieder notwendig ist, das System zu f***** (wollen überdies auch nicht, das Euer Server unsere Mails indiziert!).

Es geht uns schließlich immer auch um das Etablieren alter wie neuer, vor allem aber guter Ideen und das Infragestellen und langfristige Auslöschen von äußerst dummen, längst in der menschlichen Praxis etablierten Leitgedanken.


Nothing will -
Stop the fiesta
Fiesta Antifa.

In diesem Sinne:
Ride on!
PS: Zur weiteren Inspiration haben Die Türen in der Hanseplatte-Villa einen bunten Raum eingerichtet... Buy or die: http://hanseplatte.de/die-villa/die-tueren

PS: Ebenfalls auf Tournee und voller Mind-expanding Ideas im Gepäck sind dieser Tage die großartigen ZA! Zusammen mit PRANKE! Am

01.02. in Dresden im Beatpol,
02.02. in Köln im Studio672 und am
03.02. in Hamburg im Hafenklang...

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Information

staatsakt. 01/2019

Hier ist auf allen Kanälen schon wieder mächtig viel los!
Grünen Politiker steigen bei Twitter aus, Steak und Currywurst mit Blattgold in aller Munde und im Süden der Republik herrscht Schneechaos. Hoffentlich kommen Klimawandel-Leugner jetzt nicht auf die Idee, wegen dem hohen Schneeaufkommen eine Normalität herbeizureden...

Wir grätschen meinungsstark in den noch jungen 2019er-Zeichensalat hinein mit einer neuen Single unserer Hof- und Hausband Die Türen.
Der Song heisst Information und ist nach Miete Strom Gas die zweite Single aus dem Album Exoterik - dem jetzt schon legendären Dreifachalbum von und mit Ramin Bijan, Gunther Osburg, Chris Imler, Andreas Spechtl und Maurice Summen!
Es erscheint am 25.01.2019.

Ein gewisser Christoph Lepin hat sich für FM4 ein paar schöne Gedanken zu Information gemacht.

Hier kommt (ab 15:00 Uhr) das passende, hochinformative, ultra-distinguierte, hoch-offizielle, mind-blowing Video von Markus S. Fiedler. (Ja, heute ist Tag der Adjektive...):

Die Arbeitsgruppe Zukunft arbeitet derweil unentwegt an der Eroberung der deutschen Charts:
Das nächste große Ding auf Kurs!
Marc-Uwe Kling, Julius Fischer und Michael Krebs haben nun hochoffiziell Platz1 als erklärtes Ziel ausgegeben.

Wir unterstützen dieses Vorhaben mit all unseren Superkräften..!

Sehen uns die Tage bei Konzerten von Theodor Shitstorm, Jens Friebe, der Arbeitsgruppe Zukunft und den Türen! Ihr erkennt uns an den Superheldengetränken in der Hand!

Alle Daten hier.

Euer:
Staatsakt.

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Nur wenn du gehst

staatsakt. 12/2018

Vor unserem Büro um den Gefrierpunkt im Dezember 2018. Mutter und Vater um die 40 marschieren vor, die 3 jährige Tochter steht verträumt ein paar wenige Meter hinter ihnen mit einem Plüschtier im Arm auf dem Bürgersteig. Mutter raunzt: „Wenn Du gehst, dann warten wir auf Dich, wenn Du aber stehen bleibst, dann nicht...“
Das Mädchen fängt gefangen im emotionalen Paradox sofort an zu heulen.

Willkommen im großen Staatsakt-Jahresrückblick 2018! Diese kleine Anekdote scheint mir eine schöne Analogie zu den aktuellen Schaffensprozessen auf diesem Planeten:
Wenn Du gehst, dann warten wir auf Dich, wenn Du aber stehen bleibst, dann nicht!

Dieses Gefühl wird jeder Arbeitslose im Jobcenter kennen, aber auch jeder Grieche oder Italiener, der schon wieder angedroht bekommt aus der europäischen Union zu fliegen, weil die Kasse nicht stimmt! Auch Immigranten wird dieser Satz irgendwie bekannt vorkommen. Oder den Gelbwesten in Frankreich: Hau bloß ab, Macron! Oder wir fackeln Dir hier die Bude ab!
Gut, jetzt wird’s ein bisschen schief mit den Bildern hier...

„Es wird immer weiter gehen, Musik als Träger von Ideen“, sangen jedenfalls schon Kraftwerk und brachten uns mit dieser Zeile viel rheinischen Frohsinn aber auch einen tiefen Grund zur Traurigkeit, denn „alles mitmachen, alle Menschlichkeit von Umgang und Teilhabe ist bloße Maske fürs stillschweigende Akzeptieren des Unmenschlichen“, wusste schon Theodor W. Adorno in seinem Darkwave-Schmöker Minima Moralia. Aber eben auch: „Die Aufgabe von Kunst ist es Chaos in die Ordnung zu bringen!“.
Da darf man sich getrost fragen, ob Rock mit Skabläsern im Sinne von Feine Sahne Fischfilet tatsächlich Chaos in die Ordnung bringt, oder nicht etwa doch umgekehrt eher Ordnung ins Chaos, wenn man an ursprüngliche Strategien von Antifa oder Punkrock denkt.
Ich denke nur gerade an Feine Sahne Fischfilet, weil diese Band 2018 so vielen Menschen Hoffnung gemacht hat. Weil sie es als linke Band in den bundesdeutschen Mainstream geschafft haben. Und sich dort positionieren. Humanistisch. Menschlich. Man könnte sogar "christlich" schreiben, wenn Heimatminister Seehofer und Hefeastronaut Söder unter der Flagge der CSU nicht so fuckin' unchristlich agiert und argumentiert hätten – vor allem in diesem Jahr. Naja, eigentlich schon immer...

Nicht ganz dicht

„Pop strikes back!“ titelt aktuell der Musikexpress und lässt 2018 optimistisch Revue passieren. Aber, Moment mal! Pop schlägt zurück?!? War es nicht Helene Fischer, die hierzulande schon wieder die meisten Platten verkauft hat?! Also mit ihrem Album aus dem Jahr 2017?!
Und schon mal eine New-Music-Friday-Liste bei Spotify ohne Schmerzen durchgeskippt?!
Klar, da begegnet einem auch schonmal Trettmann. Neuerdings sogar Trettmann bei Dendemann.
Ja, wenn Du rapst, dann zahlen wir Dich! Wenn Du schweigst, dann nicht...
Überhaupt: Die Sprache als Leistungsprinzip. Dichtung als Wettbewerb.
Da hat es die Unterhaltungs-Industrie tatsächlich geschafft, die Poesie zum größten Volkssport zu machen: Was reimt sich auf Schwanz? Lorbeerkranz.
Ja, und wie sagte Marc-Uwe Kling einst so schön zum Känguru: „Ich finde es schon bedenklich, dass der größte deutsche Dichter Till Lindemann von Rammstein heisst...“ .
Auch wenn Lindemanns Lyrics im Ausland kaum jemand versteht. Egal, hauptsache Rubel und Konsonanten rollen...
Mach uns doch nicht so schlechte Laune, Newslettermännchen, höre ich gerade durch den Schornstein eine tiefe sanfte Stimme sagen!

Gin Tonic... hold the Tonic

Na, gut! Sprechen wir über schön chaotische Alternativen. Ein 39,- Euro teures Haruomi Hosono Vinyl-Re-Issue beim Label Light In The Attic zum Beispiel. Hoch distinguiert. Da braucht der Bartender locker 30 Minuten um bloß den richtigen Tonic zum Gin zu finden.

Oder Carsten Meyers Tatortreiniger Musik. Er hat im öffentlich rechtlichen Format die zarte Waffe der Psychedelic gewählt und somit ein wundervolles Chaos in unser aller Ordnung (auf dem Sofa vor dem Fernseher, oder im Bett mit Laptop) gebracht.
Und sowieso klar: Wer 2018 nicht Alle Menschen dieser Erde von Ozan Ata Canani gehört hat, der braucht hier gar nicht erst weiterzulesen!

Wenn ich schreibe, dann wartet ihr, wenn ich den Stift fallen lasse, dann nicht...

Ich schreibe in einer Welt, in der Youtuber ihre Abonnenten gerade vor dem Paragraphen 13 und seinen Folgen warnen, obwohl längst klar sein dürfte, dass Google und Co. langfristig davon profitieren, weil sich nur die Giganten juristisch abgesichert mit ihren Upload-Filtern in eine gewisse Comfort-Zone begeben werden, während jeder Mini-Blogger für jedes Meme von schmutzigen Abmahnkanzleien verfolgt werden wird!
Werde ich in Zukunft bei jeder GEMA-Abrechnung dran denken, mit der ich meine Miete zahle. Versprochen.

Influencer Impfung

Kommen wir zu einem schönen Konsens: International Music haben zusammen mit Olaf O.P.A.L. das Album des Jahres aufgenommen. Die besten Jahre. Und wisst Ihr auch warum?!
Weil so wundervoll vorgetragener Harmoniegesang jeden Autotune mühelos in den Schatten stellt. Und weil ihre Lyrics ein großes Assoziationsfeuerwerk sind! Und das Instrumentarium Bass, Schlagzeug und Gitarre einfach zeitlos gut ist.
Wenn Mensch es mit Leidenschaft spielt.
Da kann der gelangweilte Rock-/Popkritiker noch 1000x Retromania schreien!

An dieser Stelle sei unbedingt dieser wundervolle Song empfohlen: Marijke Amado. Albrecht Schrader zusammen mit den Düsseldorf Düsterboys. Also Peter und Pedro von International Music.
Willkommen zurück in der ersten Influencer-Welle. Als Instagram noch RTL2 hieß...

Hey Newslettermännchen! So einen Tannenbaum zu fällen und ihn anschließend in die Wohnung zu stellen um ihn mit Lametta zu behängen ist auch ziemlich crazy, also von der Chaos-Warte aus gesehen, oder?
Das stimmt durchaus, sanftes Stimmlein aus dem Off. Eine Gans mit Wurstbrät zu stopfen nicht minder! Und eine Ente aus Seitan ist auch vollkommen irre!

Thanks!

Ich möchte mich an dieser Stelle ganz herzlich bei Doc Schoko, Isolation Berlin, International Music und den Düsterboys, der St.Michael Front, Britta, Swutscher, Theodor Shitstorm, dem Gorilla Club, Barbara Morgenstern, 1000Gram, Jens Friebe, Chris Imler, The Screenshots, Pranke, Die Kerzen, Albrecht Schrader, der Arbeitsgruppe Zukunft, Dagobert und den (anderen) Türen für die Kunst bedanken!
Sie alle bringen täglich wundervollstes Chaos in diese Welt. Und auch wenn sich einige von diesem Label mehr Ordnung im Hinblick auf Organisation und Durchführung wünschen, ist staatsakt immer noch das perfekte Plateau für all diesen wundervollen Wahnsinn.

Danke auch an unsere Vertriebspartner*innen, den vielen Verleger*innen, an Constantin Flux für web-en, an die Booking-Agent*innen (vor allem der DQ-Agency und Berthold Seliger!), der Hanseplatte, dem VUT für den Preis, an Stephan Holl für Fun in the church, an Markus Göres für seine enorme Gelassenheit, an alle Medienpartner*innen für die Unterstützung, an unsere Familien und Freunde und ganz besonderer Dank geht an Henrietta Bauer mit den allerbesten Wünschen für die Zukunft.

Das wars auch schon mit dem kleinen 2018er Flashback! Wir verabschieden uns mit der aktuellen Dagobert-Single, bedanken uns für Eure Aufmerksamkeit und wünschen eine schön-chaotische Weihnacht und einen guten Rutsch!

Euer:
Staatsakt.

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Ale vom Späti

staatsakt. 11/2018

Toll! Die Jubiläumsedition vom White Album erschien am Black Friday...

Stimmt leider nicht. Aber es soll Läden gegeben haben, in denen es zum Black Friday richtig geil reduziert war.
Hier im Hause Staatsakt sind wir in deeper November-Stimmung ganz normal unbeeindruckt von Rabatttagen und Turbosale. Kann aber ja noch kommen. Seit Monaten planen wir eine Sales-Aktion mit den geilen Powerseller*innen der Hanseplatte...

Pranke drauf

Wir freuen uns aber seit letzten Freitag ganz und gar über das Monkey Business -Album von Pranke. Wer Robert Wyatt, die Melvins UND 10CC gut findet, könnte wie wir sehr viel Freude an dieser Platte finden.
Da fällt mir der schöne alte Mark Sikora of Spex-Fame-Satz wieder ein: „Die Pet Shop Boys sind die glorreiche Antithese zu allem, an dem die Melvins schuld sind!“
Wegen solcher Sätze wird man sie schon vermissen die gute Alte Tante SPEX. Erst neulich wieder gedacht, als Dietmar Dath in der FAZ über Jens Friebe schrieb. Da kann Twitter tatsächlich nur noch RT!
Auch interessant, dass kein alter Autor oder Autorin nach Gerechtigkeit geschrien hat: Her mit der Marke. Für ein Online-Mag a la Kaput müsste es doch eigentlich auch ohne Kohle reichen...

Moment, bleiben Sie in der Leitung, hier ruft gerade eine RTL2-Reporterin an...

Außerterisch

Ah! Alles klar! Danke für den Anruf! Gute Neuigkeiten, Leute! Die Türen kehren zurück.
Ein Dreifach-Album mit fast zwei Stunden Spielzeit, einer Tournee UND einem ersten Video von Haus- und Hofkünstler Markus S. Fiedler, das die Band bei den Aufnahmen in Gasthof zur Eisenbahn in Ringenwalde zeigt. Muss man gesehen haben, um hier irgendwie weiter mitzureden.

Reintroducing: Bowlcut

Und am Freitag erscheint auch schon die erste EP unserer neuen Lieblingspop-Band aus Mecklenburg Vorpommern: Die Kerzen! Erotik International heisst es da und wir schalten direkt in the streets of Ludwigslust und fühlen uns wieder wie 16 in der westfälischen oder hessischen Provinz. Mit Prefab Sprout auf dem Kopfhören (und Madness und Phil Collins auf der B-Seite)...

Ja, was für Musik hörst denn Du?!
So Achtziger.
Toll. Ich auch.

Wir verabschieden uns mit einem Black Friday Ale vom Späti und wünschen allen weiterhin gute Fahrt im Internet.

Euer:
Staatsakt.

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Die Popspalte

staatsakt. 11/2018

Ja, wer ist denn nun gespaltener, liebe Presse!? Europa oder die USA?!
Was früher gerne als Meinungsvielfalt verkauft wurde, gilt heute sofort als Po-Falte.
Deshalb lieben vermutlich so viele Menschen Kanye West für seine Trump-Sympathien.
Weil er Welten zusammenbringt, die für Spalter einfach nicht zusammengehören:
Schwarz und Weiss, Republikaner und Hip-Hop.
Hier in Deutschland spaltet eine Band die Führung in einem Bauhaus-Kunst-Verein und landet am Ende, wie es in Deutschland Tradition hat, mit Fans und Freunden in einem Brauhaus.

Da gehört er am Ende auch hin, der Herzen vereinende Punkrock mit seinen ewigen drei kraftvollen Akkorden! Klar, ohne Punkrock, wegen meiner auch mit Ska-Anleihen, da wäre der Pöbel mit Netflix-Abo vermutlich noch gespaltener. Würden alle eine andere Serie gucken! Jeder seine eigene.
Die gleiche Kraft wie Fussballvereine. Wobei die spalten ja am Ende auch nur wieder. Werder gegen HSV, HSV gegen St.Pauli und so weiter...

Dass es am Ende vor allem der Kapitalismus ist, der die Welt wieder und wieder spaltet, allein durch die Tatsache von arm und reich, das findet in den meisten Spaltungsmedien naturgemäß keine Erwähnung. Wer mehr als 5000 Euro im Monat verdient, der schweigt. Alle Widersprüche hält er aus. Der Genuss teurer Speisen und ein ultra-distinguiertes, super-individuelle Kulturprogramm helfen dem Alphatier dabei. Sauna und BDSM-Folterkammer inklusive.
Fakt ist: Der Neuliberalismus allein ist in der Lage, alle gespaltenen Gruppen unter einem Dach zu vereinen. Eine bedingungsloses JA! zu den Spielregeln des Konsums vorausgesetzt.

Moment mal! Ein super individuelles Kulturprogramm und ein

Ja zum Konsum?

Wir haben diese Woche gleich zwei frische neue Acts im Hause Staatsakt zu verkaufen.
Los geht es mit der formidablen Gruppe The Screenshots aus Krefeld. Dass die Band vermutlich nicht aus Krefeld kommt, sondern sich einfach gerne „The Screenshots aus Krefeld“ nennt, ist ein schöner Hinweis auf die Verdrängung von Provinzialität in Deutschland. Auf den Sachverhalt nämlich, dass alle Bands aus Berlin, Hamburg, Köln oder München zu 99% aus der Provinz stammen. Der Rock & Pop der Zugezogenen. Verkauft als urbanes Phänomen.
Nein, eine coole Band kommt einfach nicht aus Krefeld. Wir sind hier schließlich immer noch nicht in Seattle, Dirk! The Screenshots schon. Der Legende nach zumindest.
Darüber hinaus sind The Screenshots Deutschlands erste Twitterband.
Die drei Screenshots mit Namen Susi Bumms, Dax Werner, Kurt Prödel sind aktive Twitteruser und verfügen dort mit geballter Kraft über eine gewisses Opinion-Leadership. Wäre Twitter im deutschsprachigen Raum so groß wie im angelsächsischen Sprachraum, The Screenshots wären längst die neuen Toten Hosen. Wobei The Screenshots sicher eher die neuen Blumfeld sind. Stichwort: Intertextualität.
Doch wo Jochen Distelmeyer noch zwischen Frankfurter Schule-Schriften und Scritti Politti-Vinyl oszillieren musste, finden The Screenshots heute einfach alles bei, genau, Twitter.

Morgen erscheint bereits ihre zweite LP mit dem Titel Übergriff. Bereits schon im April erschien ihre Debüt-LP Ein starkes Team. Im Dezember erscheinen dann beide LPs unter dem Titel Europa auf Vinyl für Vinyloma und ihre Enkelkinder.

Hier die aktuelle Single als Video! Auch wir sagen „Hey!“

Wer sind Sie, und was wollen Sie und warum?

Der zweite Neuzugang im Hause Staatsakt ist der Schweizer Sänger Dagobert, der seit Jahren mit einem schwer zu fassenden Popentwurf seine Fans begeistert. Für die einen ist es Indieschlager, für die anderen einfach die größte Popmusik in deutscher Sprache.
Für freuen uns im März 2019 das dritte Studio-Album Welt ohne Zeit zu veröffentlichen.
Dagobert ist tatsächlich in der Lage die Welt mit seiner Musik zu entschleunigen. Eine große Kunst!
Die erste Single Du und ich zeigt ihn in der Rolle des good old Frankenstein.
Die Welt als Wille und Wahnsinn.

They Excel

Oh! Noch nichts dabei gewesen für Ihren individuellen Herbst?!
Wie wäre es denn mit der Arbeitsgruppe Zukunft?! Ihr Büro wird im Handumdrehen zum Hard Rock Cafe.
Die Arbeitsgruppe Zukunft ist die Band von Marc-Uwe Ding-Dong, Michael Cancer und J. Fisher. Das nächste große Ding aus der Hauptstadt des Internets. Und allen anderen Kommunikationsnetzwerken dieser Welt. Im Zentrum arbeiten die AGZ-Mitarbeiter unentwegt an unserer aller Zukunft.

Läuft rund

Zu guter letzt: Ein neues Video der wunderbaren Band International Music. Kopf der Band zeigt das Essener Trio beim Rundlauf an der Tischtennisplatte. Und dabei mindestens so entschleunigend wie Dagoberts Lieder, so Bürokompatibel wie die AGZ und so diskursfähig wie die Screenshots aus Krefeld.

Wir lieben Sie alle!

Euer:
Staats-Akt.

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Glamrock und Pop-Penetration

staatsakt. 11/2018


Vier Jahre sind seit dem letzten Jens Friebe Album Nackte Angst zieh dich an wir gehen aus vergangen. Damals gab es noch keinen US-Präsidenten Trump, keine AfD im Bundestag und in Deutschland spielte Musik-Streaming noch kaum eine Rolle. Auch Daniel Josefsohn lebte noch, der hatte schließlich das Cover zum letzten Friebe-Album gestaltet.

Ja, wäre man damals in ein Koma gefallen und heute wieder erwacht, es gäbe tatsächlich eine ganze Menge Hashtags aufzuarbeiten.

Fuck Penetration heisst die neue Friebe, die heute erscheint und er hat sie wieder zusammen mit Chris Imler und Berend Intelmann aufgenommen. Einen Damenchor gibt es auch. Und erstaunlich viele englische Vokabeln im Songbook.
Friebe singt auf diesem Album gegen den Phallus im Pop! Against the penis in pop!

Ja, „wer will hier gefickt werden“, sang Sab Janoh vor einer halben Ewigkeit auf der ersten Pudel Produkte EP. Und Das ist Alpha! heißt die aktuelle Handlungsanweisung von Kollegah für alle Lauchs, die man vor The Whitest Boy Alive und Phoenix-Alben noch Nerds nannte. Wie sie lesen können: Wir sind schon etwas länger im Geschäft.

Am Patriarchat im Pop von Festivallandschaft bis Streaming-Playlisten hat sich seit unserem Antritt in Indiehausen doch recht wenig verändert.
Aber immerhin wird lauter drüber nachgedacht. Wenn zum Beispiel bei einem Preis für Popkultur in Berlin plötzlich auffällt, das eigentlich nur Männer nominiert sind, oder wenn bei einer Charity-Veranstaltung mal wieder keine einzige Frau auftritt...

Weiter setzt sich Jens Friebe auf Fuck Penetration für einen positiven Wissenschaftsbegriff ein!

„I see the future and it works“, um einfach mal Prince zu zitieren.
Nun, funky ist die neue Friebe weniger. Eher Glam-rockig. Pompös, Feder-Boa...
Ja, wir sollten nicht vergessen, das der Rock, den heute etwa noch Udo Lindenberg spielen lässt, seine Wurzeln auch in wie man heute sagen würde queeren Gefilden hatte.

Auch wenn Simon Reynolds in seinem lesenswerten Buch über Glamrock doch sehr viel Kalkül auf Produzentenseite nachweisen konnte was den Look der angesagtesten Glamrockbands anging.
Waren also doch alles nur dauergewellte Männer mit Schwänzen auf Penetrationsboogie.
Naja, nicht alle. Aber die meisten doch schon...

Bowie, T-Rex oder Roxy Music lassen wir uns natürlich trotzdem nicht vermiesen. Da kann die Telekom noch so viele schreckliche Veranstaltungen mit Bryan Ferry veranstalten. Aber hey: Ferry findet dank Babylon Berlin längst auch meine Schwiegermutter gut!

Zurück zum Friebe, den kennt sie noch nicht... Also: Liebe Schwiergermutter! Jens Friebe entlarvt auf Fuck Penetration den Begriff der Queerness als Modebegriff, auch wenn er das selbst so nie sagen würde. Klar, er weiß vor allem um die ursprüngliche Bedeutung des Begriffs, und wie vielen Menschen er in einem unmarked space eine Form von Identität gab. Besser gesagt: Einen begrifflichen Raum zur Nicht-Festlegung von Identität.
Aber wir sprachen ja gerade schon über Lindenberg und co. Die Aneignung von Styles im Penis-Mainstream im Tempo der Neoliberalität ist eben immer nur eine Barcodeziffer weit vom nächsten Beststeller entfernt!

Dennoch: Wir wollen heute dieses Produkt ausgiebig feiern! Mit Barcode, Stefan Pabst of Ja, Panik-Fame-Cover, tollen Imler-Features und ein paar Friebe-Songs für die Ewigkeit!
Zum Beispiel den Titelsong:

Die offizielle Release-Party dann bei der nächsten Flittchenbar am 10.11. im Südblock in Berlin.
Große Fuck Penetration Tournee dann im Januar!
Sie finden die Termine bei uns im Internet.

Eure: Comebacks.

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Ding dong die Spex ist tot!

staatsakt. 10/2018


Einen wunderschönen guten Tag. Ja, auch wir kommen aus den mixed emotions kaum mehr raus.
Am letzten Wochenende noch spitzen Stimmung ob der bayrischen Landtagswahlergebnisse und 250.000 Peoples #unteilbar auf demokratischem Pflaster in Berlin, dann Montags gleich die Nachricht vom Ende der SPEX.
Nun es ist gar nicht mal unbedingt das Ende der SPEX, dass einem beim Ende der SPEX so bedrückt, sondern eher das gefühlte Ende einer Ära. Das laaaaannge rausgezögerte Ende der eigenen Jugend nämlich.
Natürlich gibt es jeden Morgen dafür noch viel deutlichere Anzeichen im Spiegel, und die vielen jungen Menschen um einen herum hätten es einem schon vor 10 Jahren sagen können!
Aber jetzt ist es raus.

Schlagzeile schlägt punchline

So oder anders: Print-Journalismus geht den Bach runter, und niemand weiß gerade so recht, wie man deutschsprachigen Journalismus jenseits von Bezahlschranken im Internet finanzieren soll.
Ein paar Ideen aus dem Staatsakt-Think-Tank: Durch Werbung?! Durch GEZ-Gebühren?! Durch exklusiven Content?! Mäzene?
Ja, es wird sich doch wohl die journalistische Qualität am Ende gegen 1bims-freshness nochmal durchsetzen können, oder?! Gute Schlagzeile schlägt Punchline.
Ist doch schon mal eine schöne Schlagzeile.

Nowstes

Ach, komm! Lass uns lieber über geile Releases reden!

Die neue Barbara Morgenstern zum Beispiel. Unschuld & Verwüstung erscheint heute und ist die schönste Herbstmusik die wir uns nur wünschen können: Flirrend, feinstofflich und jedes andere gute Adjektiv mit f.
Spiegel Online schreibt: „Es ist ihr 10. Album. Und ihr vielleicht bestes“
Wir hier beim stolzen Label wissen nur eins: Es ist ihr very nowstes!!

Und es ist so NOW, das sich auch die Peoples, die sonst nur im Hip-Hop oder Dream-Pop-Aktuell Fach blättern einen Ausflug in Morgensterns Welt wagen sollten.
Wirklich einzigartig. Unkopierbar. Mit Covergestaltung von Designers Republic.
Wie zu besten WARP-Music-Zeiten. Gut, WARP bringen immer noch gute Platten raus.
Aber die neue Morgenstern kommt bei staatsakt raus.
Lustige Formulierung, also die mit dem Rauskommen.

Tapetenwechsel

Ja, wo kommt denn eigentlich die neue PeterLicht raus?!
Die kommt tatsächlich heute bei Tapete raus. Wir wünschen den Kolleg*Innen in Hamburg viel Erfolg und senden beste Grüße nach Köln in das Zentrum des Lichts. Ja, dorthin wo wir alle anders sein können...

Funkaterik.. Exodelic..? Exoterik!

Noch eine geile Neuigkeit, dann geht’s raus an die frische Luft:
Die Türen kommen zurück! Ganz genau, die Haus-und Hofband des Labels, die Gründer und Gönner, diese herrischen Herrschaften des Labels kehren zurück mit einem Dreifachalbum (!) auf den Säulen von Postpunk, Krautrock und Psychedlic.
Das Album wird Exoterik heissen! Ja, Exoterik! Ganz genau. Das Gegenteil von Esoterik.
Ja, nur was soll das sein?! Newsletterschreiber, bitte kläre uns auf!

Nun ja, oberflächlich betrachtet ist Pop zum Beispiel ziemlich exoterisch. Oder Wikipedia. Aber auch Trump Tweets bei Twitter. Also von außen für jeden zugänglich und zu verstehen.
Außerdem reimt sich Exoterik auf Funkadelic. Naja, je nachdem wie man Funkadelic ausspricht...

Den Thrill und die Gefahren der Oberfläche jedenfalls präsentieren Die Türen im Februar auch live auf Tour. Alle Termine zur Tour finden sich hier: www.dietueren.de

Hören dann nach den Herbstferien wieder von einander. Dann kommt die neue Jens Friebe.
Und...

Euer:
Überraschungspaket.

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Deutscher Herbst!

staatsakt. 10/2018


Endlich wieder Herbst. Endlich wieder ein Wetter, dass zum deutschen Temperament passt.

Wenn die Blätter endlich braun werden. Braun wie die Haselnuss, braun wie ein Braun-Rasierer und alles andere von Studio Braun.
Ja, wenn sich der Deutsche endlich wieder frischen Most ins Glas schütten kann und sich noch dazu eine extra Portion Sauerkraut gönnt. Schön mit Kartoffelpampe. Und brauner Sauce. Und Abends dann mit hängenden Mundwinkeln das Laub vor der Garage zusammenfegt. Ja, gut das man das Laub nicht mit dem Laubsauger aufsaugt, so wie es der Nachbar tut.

Aber klar, dessen Hund kackt ja auch immer hier auf die Auffahrt... meistens braun.

Nach dem Rechen sehen

Bundesliga und Tatort laufen auch endlich wieder und können im Programmplan höchstens von Babylon Berlin durchkreuzt werden.
Wir sprechen wieder vom ”gemütlichen Sofa“ und rufen den Jäger an, ob er nicht schon wieder ein Wildschwein oder einen Hirsch geschossen hat. Die Vegetarier freuen sich am rustikalen Esstisch über den frisch eingekochten Rotkohl. Und arbeiten! Endlich wieder arbeiten ohne schlechtes Gewissen! Endlich den ganzen faulen Säcken worldwide zeigen was ne ordentliche Hake ist.
Ja, morgen Kinder wird der Wald gefegt!

Hier im Hause staatsakt heisst das auf Musik-Business-Deutsch: Release, Release, Release.
Im Sommer lag der Konsument faul am Strand von Nirgendwo, lies sich weder bei Amazon, noch im Plattenladen um die Ecke zu blicken. Aber jetzt braucht es neue Musik zum Pullover! Blues zum Schnaps. Ja, bitte: Her mit der guten schlechten Laune!

Shitstorm

Bereits letzte Woche, darum hier an erster Stelle Theodor Shitstorm, die sich noch nicht entschieden können, ob sie lieber ein Duo oder doch ein Quartett sein möchten.
Fest steht: Desiree Klauekens und Dietrich Brüggemann sind als Duo durch den Balkan gereist und haben unterwegs Lieder über Leidens- wie Liebesfähigkeiten unserer Generation geschrieben. Naja, was heisst schon groß Generation. Irgendwo zwischen X und Y.
Zwischen Commodore 64 und digital native.
Zwischen MySpace und Spotify.
Zwischen Premiere- und Skyabo.
Zwischen Blur und den Gorillaz.
Zwischen Bob Dylan und Bob Dylan.

Sie werden dich lieben erschien digital schon gestern, auf Schallplatte und CD dann endlich heute!



Styles & Skillz

Endlich komplett in allem Formaten dann ab heute auch: Maschinen und Tiere vom legendary Stardust-Cowboy aus Berlin: The one and only Chris Imler!
Ein Album für alle Menschen zwischen Chaos Computer Club und Berghain.
Für Postpunk-Erben und Incredibly-Strange-Music-Sammler. Ringelnatz goes D.A.F.
Hasil Adkins goes Wittgenstein.
Oder: The Cramps standen heimlich doch auf Detroit Techno.
Ein Album voller Styles & Skillz for all you crazy Motherfuckers & Motherfucker*innen out there! Album-Cover in co-work with Markus S. Fiedler. Produziert von Schneider TM. Ein Video von Dagmar Schürrer. Und natürlich Chris Imler himself. Also die Produktion unseres Universums! Ein grundgütiger Appell an alle Beteiligten!



Und wer hat der kann: 3D Brille aufsetzen und sich auf das Pferd der Zukunft setzen.
Das Glück der Erde liegt bekannter Maßen auf den Rücken der Pferde...

Das Zimt sich

Auch die ewigen Garagenboys von Chuckamuck haben eine neue Single aufgenommen.
Es geht passend zur Jahreszeit um das Trendgewürz Zimt! Naja, Zimt irgendwie als Sinnbild für außerirdische Girls on Motorbikes. Zimt-Mädchen! Muss man gesehen haben um es zu verstehen. Am besten auf der Cinnamon-Herbsttournee, die seit gestern läuft!

Irgendwas ist immer

Und Britta sind nun auch auf Tour! Best Of Britta darum seit heute auch endlich auf Vinyl!

Die Tourdaten findet man so: Bei Google ”Britta“ und ”Tourdaten“ eingeben.
Wenn das nicht funktioniert, empfehlen wir einen Besuch auf der Homepage bei den Kolleg*innen von Powerline:
https://www.powerline-agency.com/artist/britta

Sehen uns heute Abend alle im Arkaoda in Berlin. Nicht nur der Imler spielt, auch Patric Catani legt auf! Maschinen und Tiere bei der Arbeit.

Ihr erkennt uns an der braunen Krawatte!

Eure:
Rechen.

staatsakt

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